QM
5 | 17.02.2021

Anna LePinsk

Der Klappentext liest sich nach der bescheidenen Offenbarung einer der für mich emotionalsten Lesereisen. Und doch dürfte er nicht ein Detail mehr über die tragische Schwere der menschlichen Schicksale verraten, als er es mit dem Begriff "Schmerz" tut, der bereits aus dem Titel herauszulesen ist. Man kann dem Autor nachsagen, ein Faible für miteinander versponnene Details zu haben. Doch zeichnet Qamar Mahmood dabei ein mehr als klares Bild der Schicksale seiner Protagonisten, die sich nicht in rätselhaften Fragmenten ihrer Schatten verlieren. Es sind Charaktere, die wissen, was sie wollen, warum sie leiden, wie sie sich abgrenzen können - mal eremitär, mal beinah spirituell. Der inhaltlichen Schärfe begegnet man auch in der Sprache, die zuweilen jedoch mit poetischer Anmut zu uns spricht - wohldosiert und einer Metapher für Trost gleichend. Mit diesem berührenden Buch ist Qamar Mahmood etwas ganz Großes gelungen. Bitte unbedingt lesen!!!

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