QM

Ein Leben genügt nicht, um ein Leben zu begreifen.

Narbenblind

ISBN: 978-3-7526-4090-8
Umfang: 388 Seiten
Verlag: BoD Norderstedt
Publikation: Februar 2021

Die Altenpflegerin Miriam wird aus ihrem gewohnten Alltag gerissen, als eine Bewohnerin des Heims sie bittet, persönlich einen Brief zu überbringen. Sie beschließt, ihr den Wunsch zu erfüllen, ohne ahnen zu können, dass diese Aufgabe die Lebenslinien vieler Menschen berühren und sie zugleich in eine Vergangenheit geprägt von Liebe, Schmerz, Vergebung und Erlösung verstricken wird. In einer Welt, in der jeder seinem Schicksal folgt und dabei die Grenzen zwischen Richtig und Falsch hinter sich lässt, liegt es nun auch an Miriam, diese zu überwinden, um vielleicht endlich ihrer eigenen Bestimmung folgen zu können.

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Leserstimmen

ThorstenK66
26.04.2021

Außergewöhnliche Geschichte

Jetzt überlege ich schon seit einigen Tagen wie ich diese Rezension schreiben soll um damit rüber zu bringen wie sehr ich dieses Buch empfehlen kann :) aber das ist schwer. Es war so, ich hab das Buch angefangen und wurde mit wahllosen Geschichten von unterschiedlichen Menschen konfrontiert. Die Geschichten waren sehr stimmungsvoll und interessant - wie aus dem Leben gegriffen. Und viel mehr will ich gar nicht sagen um nichts vorwegzunehmen - das Buch hat mich mit den Themen einfach sehr überzeugt und sehr berührt und zum Ende sogar etwas verärgert. Aber auf eine positive Art :) eines zeigt dieses Buch so eindrucksvoll wie kein anderes. Wir kennen immer nur ein paar Seiten eines Menschen, niemals wird sich das ganze Bild offenbaren. Dennoch darf man nicht vergessen, dass jeder Mensch durch seine Lebenserfahrung und durch seine Beziehungen geprägt ist... und seine eigenen Narben hat. Nicht immer sichtbar, aber sie sind da. Fazit: ein ganz besonderes und schönes Buch mit überraschenden Wendungen. Klare Leseempfehlung von mir.

via Amazon

Franziska Ziegler
02.03.2021

Mein Lieblingsbuch des Jahres - jetzt schon!

Qamar Mahmoods erster Roman begann sachte, mit einem Schreibstil, der rasant einen Weg in meinen Verstand gefunden hat und sich einfach richtig und angenehm angefühlt hat. Im Verlauf der Geschichte trifft man verschiedene Personen, die so lebensnah beschrieben werden, dass man das Gefühl bekommt, diese Charaktere persönlich zu kennen!
Ohne etwas vorwegzunehmen - "Narbenblind" hat mich berührt, mein Herz gleichzeitig zum Tanzen und Brechen gebracht. Mahmood hat es geschafft, dass ich diesen Roman, diese Sphäre, nicht mehr aus der Hand legen wollte. Danke für diese wunderbare Geschichte, Herr Mahmood!

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Anna LePinsk
17.02.2021

Über die tragische Schwere vergangener Schatten und warum es trotzdem viel Trost gibt!

Der Klappentext liest sich nach der bescheidenen Offenbarung einer der für mich emotionalsten Lesereisen. Und doch dürfte er nicht ein Detail mehr über die tragische Schwere der menschlichen Schicksale verraten, als er es mit dem Begriff "Schmerz" tut, der bereits aus dem Titel herauszulesen ist. Man kann dem Autor nachsagen, ein Faible für miteinander versponnene Details zu haben. Doch zeichnet Qamar Mahmood dabei ein mehr als klares Bild der Schicksale seiner Protagonisten, die sich nicht in rätselhaften Fragmenten ihrer Schatten verlieren. Es sind Charaktere, die wissen, was sie wollen, warum sie leiden, wie sie sich abgrenzen können - mal eremitär, mal beinah spirituell. Der inhaltlichen Schärfe begegnet man auch in der Sprache, die zuweilen jedoch mit poetischer Anmut zu uns spricht - wohldosiert und einer Metapher für Trost gleichend. Mit diesem berührenden Buch ist Qamar Mahmood etwas ganz Großes gelungen. Bitte unbedingt lesen!!!

via BoD

T. A.
08.02.2021

Von dieser epischen Geschichte einfach mitreißen lassen. Lebensecht und roh erzähltes Epos.

Der Roman „Narbenblind“ von Qamar Mahmood ist ein Stück Leben, so realitätsnah und roh, wie man sich es nur vorstellen kann. Als Leser wird man in das Leben fremder Menschen hineingezogen und nach kurzer Zeit bereits mit so vielen Eindrücken, Emotionen und biografischen Puzzleteilen versorgt, dass man gezwungen ist, das ganze Bild zu betrachten. Mahmood schickt seine Leser dabei durch verschiedene Städte, Zeitpunkte und vor allem Perspektiven. Die Gedanken, Wahrnehmungen und Gefühle der Protagonisten werden hautnah aus der jeweiligen Ich-Perspektive transportiert. Die Ereignisse durchlebt man als Leser mit den Figuren und baut einen persönlichen Bezug zu ihnen auf, welcher dem Leser aus Neugier um das weitere Schicksal der Figuren zwingt, einfach weiterzulesen.

Der Autor schafft es auf ungezwungene, dennoch raffinierte Art und Weise die Weltsicht seiner Figuren auf den Kopf zu stellen. Bei diesem Buch wurde nichts dem Zufall überlassen. Mit Kubrickscher Besessenheit wurde hier jedes inhaltliche Detail akribisch wie ein Dominostein nach dem anderen perfekt aneinandergereiht.

Diese spannende Geschichte lässt einem klar werden, wie facettenreich und komplex das Leben eines einzelnen Menschen in seiner Verstrickung mit seinen Mitmenschen sein kann. Es wird hierbei bewusst, dass jeder Mensch durch seine persönlichen Lebenserfahrungen ganz eigene Wunden und Narben mit sich trägt.

Das Schicksal der Figuren zeigt knallhart auf, dass das menschliche Leben eine lange Kette von Leid und Schmerz sein kann. Trotz der Dämonen der eigenen Vergangenheit ist man wohl mit dem Vermögen ausgestattet, das Leben nicht nur zu ertragen, sondern es vor allem durch Kleinigkeiten und kurze Lichtblicke der Gegenwart zu genießen.

Dieses Buch kann jedem empfohlen werden, der nicht nur verdammt gut unterhalten werden möchte, sondern auch die Courage besitzt, seine zwischenmenschlichen Begegnungen zu reflektieren und seinen persönlichen Leidensgeistern auf nimmer Wiedersehen zu winken.

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Cem Yilmaz
07.02.2021

Ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht!

Wenn es etwas gibt, das Menschen miteinander verbindet, dann sind es ihre Narben. Auch wenn sie für das Auge erstmal unsichtbar sind.

Der Autor dieses außergewöhnlichen Romans lässt uns auf den Flügeln des Schicksals umhergleiten, um uns galoppierend auf dem Rücken der Bestimmung in Sicherheit zu wiegen.

Scheinbar ganz gewöhnliche Menschen werden durch ihre eigene Vergangenheit katapultiert und mit der daraus resultierenden Gegenwart konfrontiert. Erst zum Schluss, längst nach dem man sich als Leser unbewusst in den eigenen, vergessenen Narben verloren hat, ist es die Zeit des Lesens, welche es schafft, eben diese Wunden zu heilen.

Danke für die Leseerfahrung, die von nun an auch außerhalb der Seiten dieses Buches, mich tagtäglich mit großer Demut bereichern wird.

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